Ratgeber für Industrie- und Hallenböden im Gewerbe

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Hallenboden-Ratgeber Systeme · Kosten · Normen · Sanierung

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Lexikon zum Hallenboden

Kurz erklärte Fachbegriffe rund um Hallenboden, Beschichtung, Normen und Gebäudehülle. Jede Erklärung fasst einen Abschnitt unserer Ratgeber zusammen und verweist auf die ausführliche Darstellung.

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A

ASR A1.5 „Fußböden“

Technische Regel für Arbeitsstätten, die die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung an Fußböden konkretisiert. Sie teilt Bodenbeläge nach ihrer Rutschhemmung in die Bewertungsgruppen R 9 bis R 13 ein.

Ausführlich im Ratgeber: Hallenboden-Beschichtung: Epoxid, Polyurethan oder Hartstoff im Vergleich

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Rückhalteeinrichtungen müssen danach flüssigkeitsundurchlässig sein; eine normale Industriebeschichtung ist nicht automatisch als Dichtfläche geeignet.

Ausführlich im Ratgeber: Hallenboden-Beschichtung: Epoxid, Polyurethan oder Hartstoff im Vergleich

B

BEG EM

Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen. Das BAFA gewährt für Maßnahmen an der Gebäudehülle von Nichtwohngebäuden einen Grundfördersatz von 15 Prozent; der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden.

Ausführlich in einem Ratgeber, der in Kürze erscheint.

D

DIN 18560-7

Teil der Estrichnorm, der hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche) beschreibt, darunter zementgebundene Hartstoffestriche. Die Hartstoffe selbst regelt DIN 1100.

Ausführlich im Ratgeber: Hallenboden-Beschichtung: Epoxid, Polyurethan oder Hartstoff im Vergleich

DIN EN 13813

„Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen“. Kunstharzestriche tragen darin das Kurzzeichen SR; angegeben werden unter anderem Haftzugfestigkeit (B), Verschleißwiderstand (AR) und Schlagfestigkeit (IR).

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Dämmbeschichtung

Dünne Beschichtung mit einer Oberfläche, die Wärmestrahlung anders reflektiert oder abgibt als ein normaler Anstrich. Kaum Aufbauhöhe, keine Dübel; der U-Wert-Nachweis nach den üblichen Rechenverfahren ist im Einzelfall zu klären.

Ausführlich in einem Ratgeber, der in Kürze erscheint.

E

Energieeffizienz-Experte

Fachperson, die bei BEG-Förderanträgen eingebunden werden muss und bestätigt, dass die technischen Mindestanforderungen mit dem gewählten Aufbau erfüllt sind.

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Epoxidharz (EP)

Reaktionsharz für harte, druckfeste und gut zu reinigende Bodenflächen mit guter Chemikalienbeständigkeit. Vergilbt unter UV-Licht und reagiert empfindlich auf Feuchte im Untergrund.

Ausführlich im Ratgeber: Hallenboden-Beschichtung: Epoxid, Polyurethan oder Hartstoff im Vergleich

G

GModG

Gebäudemodernisierungsgesetz, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz. Werden Außenbauteile erneuert, gelten nach § 36 die Höchstwerte der Anlage 7; Betriebsgebäude unter 12 °C Raum-Solltemperatur sind weitgehend ausgenommen.

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H

Haftzugprüfung

Abreißversuch an der Betonoberfläche. Gehört mit der Messung der Restfeuchte und einer Risskartierung vor jede Planung einer Bodenbeschichtung.

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Hartstoffestrich

Zementgebundener, sehr verschleißfester Estrich, oft frisch-in-frisch mit dem Tragbeton eingebaut. Offenporig und ohne zusätzliche Beschichtung nicht flüssigkeitsdicht.

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I

Imprägnierung

Dringt in den Beton ein und bildet keinen Film. Dünnste Stufe vor Versiegelung, Beschichtung und Kunstharzestrich.

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K

KfW 263

Förderkredit der KfW für die Sanierung von Nichtwohngebäuden zum Effizienzgebäude, mindestens Stufe 70 mit EE- oder NH-Klasse; die KfW nennt einen Tilgungszuschuss zwischen 5 und 40 Prozent.

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Kugelstrahlen

Verfahren der Untergrundvorbereitung, das wie Fräsen oder Schleifen Zementschlämme, alte Anstriche und Öl von der Betonoberfläche entfernt.

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Kunstharzestrich (SR)

Massivste Variante der Kunstharzböden, klassifiziert nach DIN EN 13813 unter dem Kurzzeichen SR.

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P

PMMA

Methacrylatharz, das auch bei niedrigen Temperaturen in kurzer Zeit aushärtet, etwa für Kühlräume oder Wochenendeinsätze. Riecht bei der Verarbeitung stark.

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Polyurethan (PU)

Reaktionsharz von hart bis deutlich elastisch. Kann feine Risse überbrücken und verträgt Temperaturwechsel besser; aliphatische Varianten sind lichtbeständig.

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Q

Quarzsandeinstreuung

In die frische Beschichtung eingestreuter Quarzsand, der eine glatte Kunstharzfläche rutschhemmend macht.

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R

R-Gruppe

Bewertungsgruppe der Rutschhemmung von R 9 bis R 13, wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet. Sie sollte aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet werden.

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S

Sandwichpaneel

Wandelement aus Stahlblechen mit Dämmkern. Ältere Paneele haben oft dünne Kerne; häufig werden sie ersetzt oder aufgedoppelt statt von außen gedämmt.

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U

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²·K). Für Außenwände verlangt das GModG bei Erneuerung höchstens 0,24 (ab 19 °C), die BEG-Förderung höchstens 0,20.

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V

Verdrängungsraum (V)

Zusatzanforderung V 4 bis V 10 nach ASR A1.5 für Bereiche, in denen viel Öl oder Schmutz anfällt: Hohlraum unter der Gehebene, der gleitfördernde Stoffe aufnimmt.

Ausführlich im Ratgeber: Hallenboden-Beschichtung: Epoxid, Polyurethan oder Hartstoff im Vergleich

Versiegelung

Dünner Film auf dem Beton, dicker als eine Imprägnierung, deutlich dünner als eine Beschichtung.

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Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Fassade aus Unterkonstruktion, Dämmung, Luftschicht und Bekleidung. Teurer, aber robust und reparierbar, auch auf Blech- und Betonwänden.

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W

WDVS

Wärmedämmverbundsystem aus geklebten und gedübelten Dämmplatten mit Armierung und Oberputz; naheliegend auf Mauerwerk oder Porenbeton, nicht für Blechwände.

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Die Erklärungen fassen unsere Ratgeber zusammen und ersetzen weder Norm- oder Gesetzestext noch das technische Merkblatt eines Produkts.